Gefäßambulanz im Klinikum Stephansplatz

Krankheiten der Blutgefäße betreffen bei vielen Menschen gleichzeitig die Gefäße mehrerer Organe: So sind bei Arteriosklerose häufig die Herzkranzgefäße und zugleich die Hirnarterien betroffen. Entzündliche Gefäßveränderungen im Rahmen rheumatischer Erkrankungen können sich parallel an Arterien des Kopfes und an Gefäßen innerer Organe auswirken. Deshalb ist es wichtig, bei Gefäßerkrankungen nicht nur Teilaspekte in einer Körperregion zu betrachten, sondern immer die ganze Krankheit zu sehen.
Ein einzelner Arzt ist aber kaum in der Lage, das Gefäßsystem mit all seinen Auswirkungen auf die verschiedenen Organe kompetent zu beurteilen. Wünschenswert ist, dass mehrere Experten aus unterschiedlichen Fachgebieten zur Verfügung stehen, die sich über die Befunde austauschen und gemeinsam einen therapeutischen Rat geben: Dies ist für betroffene Patienten sicherlich die beste Lösung! Im Klinikum Stephansplatz stehen solche Experten zur Verfügung, die ihre Patienten gemeinsam bezüglich Gefäßprävention, Diagnostik und Therapie beraten.
Gefäßprävention: Diagnostik und Konsequenzen
Gefäßprävention ist ein relevantes Thema für den Arzt und den an Vorsorge interessierten Patienten. Wichtig ist aber nicht nur, ein Gefäßrisiko festzustellen. Wichtig ist vor allem, Patienten nach Erkennung eines Gefäßbefundes so zu beraten, dass ihnen nicht durch dessen Behandlung ein höheres Risiko entsteht als durch die Erkrankung. Bei Patienten mit beginnender oder auch fortgeschrittener Arteriosklerose erfordert die Beratung genaue Kenntnis der Leitlinien und viel Erfahrung. Die Experten vom Klinikum Stephansplatz kennen die Leitlinien nicht nur, sondern haben an der Erstellung wichtiger Leitlinien selbst mitgewirkt.

Therapie von Gefäßverengungen
Gefäßverengungen (Stenosen) können gefährlich sein: Bei Lokalisation an den Hals- und Hirnarterien kann daraus ein Schlaganfall entstehen. Die Behandlung durch Operation oder über einen Katheter mit Stent ist aber auch nicht völlig risikolos. Deshalb muss für jeden Patienten der Weg mit dem geringsten Risiko gefunden werden: Solange der Ultraschallbefund nur ein geringes Schlaganfallrisiko erkennen lässt, sollte die Behandlung der Verengung ohne Eingriff allein mit Medikamenten erfolgen. Das Klinikum Stephansplatz verfügt über Experten mit besonderer Erfahrung in der Diagnostik und medikamentösen Therapie von Gefäßverengungen. Die gemeinsame Beratung der Experten ist besonders wichtig, wenn die Gefäße an Herz und Hirn zugleich betroffen sind.

Therapie der chronischen koronaren Herzkrankheit
Die Koronare Herzkrankheit (KHK) ist die häufigste kardiologische Erkrankung. Unsere Schwerpunkte sind die Erkennung, Behandlung und Nachsorge von Angina Pectoris, Herzinfarkten  und infarktbedingter Herzmuskelschwäche sowie Beratung bzgl. sinnvoller vorbeugender Maßnahmen (Prävention) durch Kontrolle der Risikofaktoren der Arteriosklerose, insbesondere bei hohem erblichem Risiko. Besondere Expertise: Lipidambulanz, Gefäßdiagnostik zur Frage Schlaganfallrisiko.

Diagnostik und Therapie entzündlicher Gefäßerkrankungen
Verschiedene rheumatische Erkrankungen können sich an den Gefäßen auswirken und durch Entzündung der Gefäßwand gefährliche Verengungen hervorrufen. Besonders gefürchtet ist die Riesenzellarteriitis, die mit Kopfschmerz beginnt und zu Erblindung oder zum Schlaganfall führen kann. Zur Diagnostik ist Gefäß-Ultraschall die Methode der ersten Wahl, sofern erfahrene Untersucher zur Verfügung stehen – wie im Klinikum Stephansplatz. Früher konnte die Diagnose erst nach mikroskopischer Untersuchung eines operativ entnommenen Arterienabschnitts gestellt werden, dies ist heute nur noch selten notwendig. Auch Arterien im Kopf können durch eine Entzündung betroffen sein: Neurologen und Rheumatologen legen dann gemeinsam die Therapie fest und beobachten den Krankheitsverlauf mit Gefäß-Ultraschall.