Integrative Schmerztherapie

Die Integrative Schmerztherapie verbindet bewährte Methoden aus der schulmedizinischen und naturheilkundlichen Schmerztherapie:

1. Medikamentöse Schmerztherapie
Wenn der Schmerz seine Warnfunktion verloren wird und chronisch wird,
verändern sich Nervenzellen; sie „laufen heiß“ und senden Schmerzimpulse
weiter, auch wenn es keine Schmerzursache mehr gibt. Neben Neuraltherapie
und Akupunktur ist auch der Einsatz von Medikamenten bis hin zum Morphium
hilfreich, um die Nervenzellen den Schmerz wieder vergessen zu lassen. Häufig
reicht dafür eine zeitlich begrenzte Anwendung aus.

2. Regulationsdiagnostik
Mit dem Wegamed Check – Computer und der Kinesiologischen Testung werden die
Ursachen und Hintergründe chronischer Schmerzen aufgesucht: Störfelder im
Sinne der Neuraltherapie, wie Kieferentzündungen oder Narben,
Giftstoffbelastungen oder eine Übersäuerung des Stoffwechsels. Mit der
Ausschaltung dieser Störfelder oder Ursachen für blockierte Selbstheilungskräfte
wird der Grundstein für eine erfolgreiche Schmerztherapie gelegt.

3. Neuraltherapeutische Segmentbehandlung
Die Neuraltherapie ist nicht nur eines der bekanntesten Naturheilverfahren, sondern unter der Bezeichnung TLA (Therapeutische Lokalanästhesie) auch Teil der Schulmedizin in der Orthopädie und der Schmerztherapie. Die Neuraltherapie wirkt ähnlich ganzheitlich wie die traditionelle chinesische Medizin, das am meisten verbreitete Medikament der Neuraltherapie, Procain, hat darüber hinaus aber sogar krebsvorbeugende Wirkungen am Erbgut.

Bei der Neuraltherapie werden Lokalanästhetika (in der Regel Procain) an genau definierte Körperstellen gespritzt, um natürliche Selbstheilungsprozesse zu aktivieren:

  •  in die Haut (das sogenannte „Quaddeln“),
  •  in die Muskulatur (besonders wirksam an den sogenannten „Triggerpunkten“),
  •  in Gelenke (z.B. Facettengelenke der Wirbelsäule),
  •  an Nerven und Nervenwurzeln oder
  •  rückenmarksnah (als epidurale Injektion)
  •  an Bandscheibenvorfälle und irritierte Nerven mit Cortison- Zusatz als sogenannte PRT (PeriRadikuläre Therapie), gegebenfalls unter Kontrolle mit Ultraschall oder Computertomographie
    sowie an
  • vegetative Nervengeflechte (Plexus und Ganglien) gespritzt und entfaltet so seine zahlreichen Wirkungen.

Procain wirkt unter anderem:

  • schmerzlindernd
  • muskelentspannend
  • entzündungshemmend
  • durchblutungsfördernd
  • vegetativ ausgleichend und heilend

Die Neuraltherapie ist eine der effektivsten und gleichzeitig verträglichsten
Methoden der Schmerztherapie.

4. Neuraltherapeutische Störfeldbehandlung
Bei 30 bis 40 % chronischer Schmerzen spielen Störfelder als „Störsender“, die elektrochemische Störimpulse in das vegetative Nervensystem abgeben, wie ein Handy im Jet, eine Rolle.
Solche Störfelder können erkrankte Zähne, vereiterte Mandeln oder alte Narben sein.
Die gezielte Injektion von Procain und anderen Lokalanästhetika schaltet den Störsender aus – anfangs nur kurz, nach 10-12 Behandlungen aber dauerhaft.

5. Akupunktur
Die Akupunktur hat ihre hervorragende Wirksamkeit bei chronischen
Rückenschmerzen und Kniegelenksverschleiß in den großen Studien der deutschen Krankenkassen belegt.
In diesen Studien, die mit fast einer Million Patienten zu den größten
wissenschaftlichen Studien der Medizingeschichte zählen, lag die Besserungsrate
bei Kreuzschmerzen 6 Monate nach Ende einer Serie Akupunktur-
Behandlungen bei 75% (s. Hamburger Abendblatt vom Do, 21. April 2005,
S.29) und somit wesentlich besser als bei konventioneller Behandlung alleine.
Eine Akupunkturserie umfasst normalerweise 10-12 Behandlungen.

6. Procain-Basen-Infusionen
Die Procain-Basen-Infusionen kombinieren die schmerzlindernden,
muskelentspannenden und entzündungshemmenden Wirkungen des Procains
mit der entsäuernden und entschlackenden Wirkung der Baseninfusion. Die
Procain-Basen-Infusionen lindern Ruhe- und Belastungsschmerzen bei
verschleißbedingten und entzündlich-rheumatischen Erkrankungen des
Bewegungsapparates sowie Migräne. Die Infusionen werden langsam über
einen Zeitraum von einer Stunde in die Vene verabreicht. Ein Behandlungsblock
umfasst 10 Infusionen über 3 -4 Wochen.

7. Elektrotherapie, TENS (Transkutane Elektrische Nervenstimulation)
Durch das TENS werden über Klebeelektroden schwache elektrische Impulse appliziert. Diese „überholen“ über schnell leitende Nervenfasern den Schmerz im Nervensystem und schlagen ihm sozusagen im Rückenmark die Tür vor der Nase zu (Gate Control-Theorie). Die TENS- Geräte in der Größe einer Streichholz- bis Zigarettenschachtel werden 2 x täglich über 30 Minuten angewandt.

Behandelnder Arzt:

magnussen

Dr. med. Gerald Müller
Facharzt für Allgemeinmedizin, Naturheilverfahren, Akupunktur